Pfarrgemeinderat

Was ist der Pfarrgemeinderat?

Hier können von der Gemeinde gewählte Vertreter mitbestimmen, welche Pläne in der Pfarrei verwirklicht und welche Ziele angestrebt werden. Der Pfarrgemeinderat wird von den Gemeindemitgliedern für vier Jahre gewählt.


  PGR Sachausschuss
Thomas Bachinger Umwelt
Gabriele Haas
Deligierte für den Dekanatsrat
Oekumene
Mission, Entwicklung und Frieden
Franz Hartl Feste und Feiern
Umwelt
Magdalena Ismair Jugend
Carolin Jagoda Jugend
Soziales
  Uwe Köster  
Monika Kühnlein Soziales
Maria Reuther
(Schriftführerin)
 
Monika Schlaug
(1. Vorsitzende)
Feste und Feiern
Liturgie
Andreas Sellmayr
(stellvertr. Vorsitzender
und Kirchenpfleger)
Feste und Feiern
Liturgie
Petra Soller Feste und Feiern
Magdalena Stangl Feste und Feiern
Elisabeth Starek Oekumene
Dr. Markus Brunner
Pfarrer
 
Josef Dimpfl
Pastoralreferent
 
Dr. Christoph Hentschel
Kaplan
 
Heinrich Schmid
Pastoralreferent
 

Welche Aufgaben hat der Pfarrgemeinderat?

* berät die Seelsorger in pastoralen Fragen,
* koordiniert die Aktivitäten zum Wohle der Pfarrgemeinde,
* vertritt die Anliegen der Katholiken nach außen und
* kooperiert mit den Gruppen und Verbänden in der Pfarrei.

Laut Satzung beinahe unendlich viele: von der Jugendarbeit bis zur Gottesdienstfeier, vom Besuchsdienst bei Neuzugezogenen oder im Krankenhaus bis zur Öffentlichkeitsarbeit. In der Praxis jedoch wird jeder Pfarrgemeinderat unterschiedliche Schwerpunkte setzen und versuchen, Menschen zum Mitmachen bei den jeweiligen Projekten zu bewegen. Über die einzelnen Arbeitsgebiete hinaus hält er Kontakt zur Kirchenverwaltung. Mit ihr berät er die Finanzierung seelsorglicher Zielsetzungen.

Auf welcher Grundlage arbeiten die Pfarrgemeinderäte?

Seit dem II. Vatikanischen Konzil wächst die Überzeugung, dass alle Christen eine gemeinsame Verantwortung haben. Dies zeigt sich im Pfarrgemeinderat in besonderer Weise.

Welche Bedeutung haben die Pfarrgemeinderäte für die Zukunft der Kirche?

Eine sehr große. Vieles, was in den Gemeinden heute geschieht, ist mit dem Pfarrgemeinderat verbunden. Hier engagieren sich Frauen und Männer vor Ort mit und für die Menschen.



Der Auftrag des Pfarrgemeinderates

Vielfalt des christlichen Zeugnisses bündeln
Der Pfarrgemeinderat ist das vom Erzbischof anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienapostolats. Im Pfarrgemeinderat kommen viele Informationen und Interessen aus den verschiedenen Gruppierungen und Initiativen zusammen. Die Anstrengungen der Gemeinde zur Mitwirkung am Heils- und Weltauftrag der Kirche werden dort kanalisiert und gebündelt.

Mitverantwortung und Gemeinschaft fördern
Im Pfarrgemeinderat kommen der Volk-Gottes-Gedanke und das Ideal der Communio in besonderer Weise zum Ausdruck. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats machen die Mitverantwortung aller Gläubigen zum Aufbau einer lebendigen Pfarrei sichtbar. Sie haben ein Mandat der gesamten Gemeinde; sie sind nicht Vertreterinnen und Vertreter einzelner Interessensgruppen. Gemeinsam mit dem Pfarrer ist der Pfarrgemeinderat um die Einheit der Sendung bemüht.

Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements fördern
Die Koordinationsfunktion des Pfarrgemeinderats ist dem Subsidiaritätsprinzip verpflichtet, d.h. all das, was einzelne bzw. Gruppen zu tun imstande sind, darf der Pfarrgemeinderat nicht an sich reißen. Der Pfarrgemeinderat erkennt, stärkt und vernetzt die verschiedenen Charismen, die in jeder Gemeinde vorhanden sind, und fördert die ehrenamtliche Mitarbeit. Er klärt die Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche und trägt Verantwortung dafür, dass Räume und Einrichtungen für die verschiedenen Gruppen und Dienste in der Pfarrei geschaffen werden.

Das Gesicht der Pfarrgemeinde prägen
In allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, wirkt der Pfarrgemeinderat beratend, koordinierend oder beschließend mit. Gemeinsam mit dem Pfarrer und den Seelsorgern/innen werden die Ziele der Pastoral diskutiert und formuliert.

Pfadfinder und Kundschafter sein
Eine wichtige Funktion des Pfarrgemeinderates liegt darin, Seismograph für Wünsche, Enttäuschungen, Hoffnungen und Aufbrüche in der Pfarrgemeinde zu sein. Dazu zählt auch, aufmerksam zu sein, was sich gesellschaftlich, kulturell und politisch tut, und diese „Zeichen der Zeit im Lichte des Evangeliums zu deuten“ (II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution 4).

Mut zum Handeln zeigen
Aufgabe eines Pfarrgemeinderates ist es, gemäß der biblischen Option für die Armen zu erforschen, wo die Not in der Gemeinde am Größten ist, wo also die Menschen leben, die leichter als andere übersehen, isoliert, benachteiligt oder ausgegrenzt werden. Der Pfarrgemeinderat fördert daher die Arbeit im karitativen und sozialen Bereich und unterstützt die Verantwortung der Pfarrei für Familie, Arbeitswelt, Schöpfung und Umwelt sowie Mission-Entwicklung-Frieden.

Über den Kirchturm hinaus blicken
Zum Kern-Auftrag von Laiengremien gehört es, sich in gesellschafts- und kommunalpolitische Themen aus christlicher Perspektive einzumischen (Papst Johannes Paul II, Christifideles laici, Nr. 42). Aufgabe des Pfarrgemeinderates ist es, Sprachrohr für das christliche Verständnis von menschlicher Würde und personaler Entfaltung zu sein. Über den Pfarrgemeinderat können Menschen dazu motiviert werden, als Christen ihre Verantwortung in den verschiedensten Gremien der Gemeinde und des Kreistages, wie z.B. im Jugendhilfeausschuss, in Wohlfahrtsverbänden, Sozialstationen, Kreisjugendringen, staatlich anerkannten kirchlichen Bildungseinrichtungen und im öffentlichen Büchereiwesen, wahrzunehmen.


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